Walsdorf-Zilsdorf

Juwelen der Vulkaneifel


Kirche, Kapelle, Heiligenhäuschen
- Eingetragen in der Denkmalliste Rheinland-Pfalz -
Sankt Arnulphus mit Pfarrheim, Walsdorf

Die erste Kirche von Walsdorf stand auf dem Spiegelberg (=Arnulphusberg) und wurde zwischen 1375 und 1385 urkundlich erwähnt.Diese Kirche verfiel im Laufe der Zeit jedoch immer mehr und stand im Jahre 1820 nur noch als Ruine da.

Im Jahr 1828 errichtete man im jetzigen Pfarrort Walsdorf die heutige Pfarrkirche.
Für den Bau des neuen Gotteshauses verwendete man teilweise das Material der alten Kirche vom Arnulphusberg. Auch das Inventar wurde größtenteils in die neue Pfarrkirche übertragen. Dies zu bewerkstelligen waren unsere Vorfahren unter sehr schwierigen, wirtschaftlichen Verhältnissen bereit. Als Schutzpatron für die neue Kirche wählte man den den hl.Arnulphus, welcher auch schon der alten Kirche auf dem Arnulphusberg als Schutzheiliger gedient hatte.
Die Kirche wurde als einfache Anlage, im damaligen gebräuchlichen Scheunenstil, erbaut. Der Turm, ca. 27 Meter hoch, ist an der Ostseite gegenüber vom Haupteingang errichtet.
1872 wurde eine gebrauchte Orgel gekauft. Diese stammte aus der Klosterkirche Kalvarienberg-Ahrweiler. Es ist eine Orgel mit dreiteiligem Orgelprospekt aus dem 17.Jahrhundert. Der Kaufpreis betrug seinerzeit 150 Taler.

Das Geläut stellt sich wie folgt dar:
1. Marienglocke        Ton: f        Gewicht: 1100 kg
2. Arnulpusglocke        Ton: g        Gewicht:   720 kg
3. St. Josephglocke        Ton: a        Gewicht:   500 kg
4. Margaretenglocke        Ton: b        Gewicht:   410 Kg

Die Arnulpusglocke stammt aus dem Jahr 1594 und hing schon im Turm der alten Kirche am Arnulpusberg. Die drei anderen Glocken wurden 1962 in der Glockengiesserei Mark in Brockscheid gegossen und im selben Jahr fand die feierliche Glockenweihe statt.
(Quelle: Dorfchronik Walsdorf-Zilsdorf)
(Bild: Kirche Walsdorf mit Pfarrheim)
Kath. Filialkirche St. Antonius, zweiachsiger Saalbau

Urkundlich erwähnt wurde Zilsdorf im Jahre 816. König Ludwig bescheinigte am 22. März des gleichen Jahres der Äbtissin Anastasia vom Kloster Horreum (Ören) in Trier, den Besitz eines Gutes in Ziolfi Villa.  Diese Bestätigung ist der älteste amtliche Nachweis über die Existenz unseres Dorfes. "Zilsdorf, 1353 an Kurtrier verkauft und bis 1803 zum Amte Daun gehörend, besaß vor der heutigen Kapelle schon ein Oratorium (nicht dem allgemeinen Gottesdienste gewidmete Nebenkirche), das 1713 und 1716 im guten Zustand sich befindet".
Die Kapelle, dem heiligen Antonius von Padua geweiht, wurde 1815 neu erbaut. Sie wurde als Zweiachsiger Saalbau errichtet. Am 24.06.1722 wurde die erste Glocke vom Prior Brand aus dem Kloster Niederehe, geweiht. Damals noch zu Ehren der hl. Donatus und Benediktus. 1838 trat eine neue Glocke ihren Dienst an und 1942 letztendlich das jetzige Glöcklein, dem hl.Antonius von Padua geweiht.
Die Kommunionbank in der St.Antoniuskapelle stammt aus dem 18.Jahrhundert.
(Quelle: Dorfchronik Walsdorf-Zilsdorf)



Heiligenhäuschen nördlich von Zilsdorf

"Unter dem Heiligenhäuschen" kleiner Putzbau mit profiliertem Rundbogenportal, bez. 1664


Bet- und Schutzkapelle am Arensberg